In der Blog-armen Zeit habe ich zwischendurch auch ab und zu gekocht – in der Küche zu stehen und etwas sinnvolles, essbares zu produzieren macht Spaß, gibt Kraft und hilft mir zu entspannen.

Umso besser wenn die Gerichte kreativ, gemüsig und gesund sind. Zwei indische Rezepte, die ich auf Blogs gesehen hatte, waren in meinem Ausprobieren-Ordner der Suite – endlich kam ich dazu, sie nachzukochen.

Das eine waren die indischen Kartoffelküchlein, die die Hedonistin vor einiger Zeit vorgestellt hatte. Sie stammen im Original von einem indischen Koch namens Atul Kochhar, der seit längerem in England mehrere Restaurants bekocht und von sich behauptet, die indische Küche neu erfunden zu haben. Er hat zwei Michelin-Sterne und hat bereits einige Kochbücher veröffentlicht.

Die Aloo Tikki sind etwas zeitaufwändig, aber lohnen: Vom Geschmack her wunderbar aromatisch abgerundet, super gewürzt und richtig gut. Wir hatten Mango Chutney dazu, das passte perfekt. Die Küchlein befinden sich in der mittleren Pfanne und vorne auf meinem Teller:

Das zweite war ein Klassiker: Bihari Masala mit Grünen Bohnen, gekocht von Datenhamster, nachgekocht bei Petra, ursprünglich von der Kochbuchautorin Julie Sahni, zu finden hier. Angeblich ein Alltagsgericht, das seit Jahrhunderten in Bihar so gekocht wird.

Ich war leider noch nie in Bihar und weiß daher nicht, ob es dort Bohnen, Mandeln und Kokosnüsse gibt – aber das kann gut sein. Bihar liegt im Nordosten Indiens an der Grenze zu Nepal, gilt als ärmster Bundesstaat und hat ungefähr so viele Einwohner wie Deutschland, Österreich und die Schweiz zusammen. Bihar ist bei Touristen vor allem bekannt für seine Klöster und heilige Stätten. Der Baum, unter dem vor über 2.500 Jahren Buddha seine Erleuchtung fand, befindet sich in Bihar, bzw. ein Ableger – der Ursprungsbaum hat dann doch nicht so lange überlebt.

Das klingt für mich sehr interessant. Und dann war das Gericht noch so superlecker, dass Bihar auf die Reise-Liste kommt. 😉

Zu den beiden Gerichten gab’s für uns mit indischen Gewürzen angereicherten Vollkornreis (ähnlich gewürzt wie hier bei Estrellacanela). Normaler weißer Basmati oder ähnliches ist sicher mehrheitsfähiger. Aber ich wollte es ja gesund. 😉

Hier die Rezepte:

Bei den Aloo Tikki hatte ich erst vergessen, den Kreuzkümmel dazu zu geben (der schlummerte im Mörser) und habe nur einen Teil damit gewürzt. Die Kartoffelplätzchen schmecken in beiden Varianten.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: Aloo Tikki – Indische Kartoffelküchlein
Kategorien: Gemüse, Kartoffel, Bratling, Indien
Menge: 1 Rezept

Zutaten

400 Gramm Kartoffeln, geschält, geviertelt
1 Scharfe rote Chili, in feine Ringe geschnitten
1 Essl. Ingwer, fein gehackt
1 1/2 Teel. Kreuzkümmel (Cumin), trocken angeröstet,
— gemörsert
2 Essl. Korianderblätter, gehackt
Salz
H ZUM BRATEN
Öl oder Butterschmalz oder Ghee

Quelle

Rezept aus Atul Kochhars “Die neue indische Küche”
http://hedonistin.blogspot.com/2008/04/aloo-tikki-
kartoffelkchlein.html
Erfasst *RK* 06.04.2008 von
Barbara Furthmüller

Zubereitung

Kartoffeln 5-7 Minuten in Salzwasser vorkochen. Abgießen, etwas abkühlen lassen und raspeln. Mit den Gewürzen vermengen und mit Salz abschmecken.

Aus der Masse kleine flache Küchlein (1 cm dick, 5 cm Durchmesser) formen und 20 Minuten in den Kühlschrank stellen. Anschließend bei milder Hitze beidseitig in 3-5 Minuten goldbraun braten.

Dazu passt z.B. Gurkensalat und Mango-Chutney.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *